· Home
· Aktuell
· Land Art
· Malerei
· Zeichnungen
· Installation
· Fotografie
· Video
· Projekte
· Pandoras BOX
· LOO•D•V•M•TUS
· Dinge
· Juhtumus
· Trümmerfrau
· Icons
· Ou-Topos
· Spuren
· Vita
Künstlergruppe OU-TOPOS.
Das Interesse der Künstlergruppe Ou-Topos, die 2006 gegründet wurde, gilt der Beziehung zwischen Ort und Mensch, dessen Wahrnehmungen, Bewußtsein und Identität. Die Mitglieder der Gruppe: Lydia Nüüd, Paul Marks und Niels Bicker kommen aus unterschiedlichen Ländern. Deren kulturelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten bieten Anlaß und Grundlage für gemeinsame Projekte.


Passagier im Dazwischen, ist zwieschen den Orten, Gemeinschaften und Bindungen. Dieses Dasein basiert auf einer eigenen Ursache, Logik und Wirkung. Das Unterwegssein ist ein Phänomen: Es kann den reisenden Künstler sprachlos werden lassen, ihn beruhigen, süchtig machen oder neue Sehnsüchte erzwingen.

Das Selbst des mobilen Künstlers ist die soziale Kehrseite eines sozialen Selbst, also einer Identität, nach der man sich selbst bestimmt sowie von Anderen anerkannt und definiert wird.
Richtiges Unterwegssein sollte sich von der Identitätmaske befreien, und so ideologische Konstruktionen und metaphysische Illusionen hinterfragen und zur Selbstbefragung führen. Masken sind starr, so gilt es der Versteinerung zu entgehen und zum Wechsel bereit zu sein - bis hin zur Auflösung. Der beobachtende Reisende erkennt: je näher das Fremde rückt, desto fremder wird das Eigene. Andererseits gilt es auch: je mehr der Mensch um seine Innenwelt weiß, desto eher kann er das Fremde als das wahrnehmen, was es ist, nämlich etwas durch und durch außerhalb seiner Selbstbesinnung.
Die Geschichte der Zivilisation ist die Geschichte der Ortswechsel, der großen Wanderungen und Seßhaftigkeit. Wo Heim und Heimat geschaffen werden, gibt es auch Heimatlosigkeit. Heimweh als Sehnsucht nach der fernen Heimat entsteht in der Fremde.

Als Kinder grenzenloser Kommunikationskulturen sind wir heute überall und nirgends zu Hause. Wir sind Menschen, die im Weltdorf herumschleudern. Als Kind kommt man in die „ganze Welt“. In den Wehen äußert sich das Sehnen nach einem Leben unter fremden Himmel statt in der Höhle. Mehr noch: Durch die Geburt fußt man, wie es in buddhistischen Lehren heißt, „auf der uns innewohnenden, großen Mutter Erde“.
Als Weltbetourer taucht der Mensch in ein Esperanto der Sehensüchte ein - und aus. Reisen als Utopie globaler Solidaritätserfahrung.



Zu der OU-TOPOS Homepage
· top ·